IMG_6566.jpg

Elektroantrieb mit Solarstrom

ANTRIEBSTECHNIK

Modellbau und Antriebstechnik
Ein besonders erwähnenswertes Feld der Modellelektrik ist, sobald es kein reiner Segler mehr ist,
der Elektro- Antrieb. Hier gibt es von gut und günstig, bis hin zu optimierter und extatischer
Leistungsentfaltung alles.

ENTWICKLUNG

Angefangen hat die Elektrifizierung von Modellen etwa in den 70er Jahren. Der Vorteil ist das
einfache Handling, die Betriebssicherheit, und nicht zuletzt die geringe Lautstärke und hohe
Effizienz. Es wurden Motoren und Akkus aus der industriellen Fertigung „von der Stange“
genommen, z.B. solche wie sie in Autoscheibenwischern, oder in Lüftern, Föhns, kleinen Elektro-
Werkzeugen etc. zum Einsatz kommen. Schwierig war früher im Flugmodell das hohe Gewicht im
Verhältnis zur Leistung, sowohl bei den Akkus, als auch bei den Motoren. Und teuer war es auch.
Mit der Zeit wurde das Leistungsgewicht und die Auswahl an industriell gefertigter Vielfalt an
Komponenten immer besser, zudem kamen spezielle Entwicklungen für den Modellbau auf. Einen
heftigen Satz in der Entwicklung gab es etwa ab den 2000er:
Der Lithiumakku hielt Einzug, und die Ersten Versuche mit Brushlessmotoren und damals noch
bombastisch großen Regel- und Steuerschaltungen wurden gemacht. Was vor einigen Jahren schon
Standard im Modellbau wurde, wird heute, also Jahre später, in Autos (z.B.Tesla) und eBikes,
Akkuwerkzeugen und sogar manntragenden Kleinflugzeugen!, usw. eingesetzt.

AKKUS

Der Lithiumakku ist deutlich kleiner, leichter, belastbarer, als ältere NC oder NiMh Technologien und hat eine höhere Kapazität und Spannungslage. Allerdings muss er mit speziellen Ladegeräten geladen werden, die jede Zelle im Akku-Pack einzeln überwachen- heute auch Standard in jedem Notebook, Smartphone oder sonstigen Lithiumbetriebenen Geräten.

MOTOREN

Der Brushlessmotor benötigt eine ausgefeilte Steuerung durch den Regler, damit er sich überhaupt
dreht- und zwar schnell- dies ist dank schneller Kleinprozessoren kein Problem. Er hat ein deutlich
höheren Wirkungsgrad als „Bürstenmotoren“, hat mehr Leistung bei gleicher Größe, und ist leichter
und verschleißarm. Regler und Motoren gibt es heute in unzähligen Varianten. Durch diese
Entwicklungsschübe, und dem Umstand, das man im Modellflug effiziente Antriebe braucht, hat
sich der Elektroantrieb in puncto Umweltfreundlichkeit und Leistung zu einer fast alternativlosen
Antriebstechnik gegenüber anderen Konzepten wie z.B. dem Verbrennungsmotor entwickelt, wobei
man sagen muß, das die meisten Modellverbrenner mit Methanol, einem Alkohol, betrieben
werden- sie sind allerdings immer noch deutlich lauter als Elektroantriebe und stellen im
Modellsegelflug ohnehin eine nicht mehr anzutreffende Antriebs(start)art dar.

Ladetechnik

Die meisten Ladegeräte können heute mehrere Akkutypen laden. Von Bleiakkus über Nickel-
(Cadmium/ Metallhydrid) bis zu sämtlichen Typen der Lithiumtechnologie ist fast alles möglich.
Für die Lithiumtypen steht ein zusätzlicher mehradriger Anschluß zur Einzelzellenüberwachungund
balancierung zur Verfügung. Das ist besonders bei den auf Unter- und Überspannung sehr
empfindlichen Lithiumzellen nötig, damit sie nicht zerstört werden- denn JEDE GLEICHE Zelle
verhält sich auch bei der geringen Serienstreuung bei der Herstellung IMMER geringfügig anders.
Dies kann bei Nichteinhaltung u.U. Zu Schäden führen.
Meist ist nur noch die mögliche zu ladende Zellenanzahl, die Leistung und die Funktionen bei
Ladegeräten preisbestimmend.
Laden kann man je nach Ausstattung des Ladegerätes zu Hause mit einem Netzteil an der
Steckdose, auf dem Flugplatz mit einer KFZ-Batterie, oder wie wir ganz umweltfreundlich und
nachhaltig mit Solarstrom von einem Solarpanel und Pufferakku, der den ganzen Tag hält.